Golfregeln 2019

Neue Golfregeln – das müssen Sie wissen!

 

 

Ab Januar 2019 gelten neue Golfregeln. Die Regeländerungen sollen das Golfspiel leichter verständlich, fairer und zukunftsfähiger machen – bei gleichzeitiger Wahrung des Charakters. Dazu haben die United States Golf Association (USGA) und der Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews (R&A) als oberste weltweite Regelinstanzen die Golfregeln grundlegend überarbeitet mit dem Ziel, das faire und herausfordernde Spiel zu erhalten, es aber gleichzeitig moderner, logischer und zügiger zu machen.

 

Was heißt das nun genau?

Statt der gewohnten 34 Golfregeln sind es ab dem 1. Januar 2019 nur noch 24. Zunächst natürlich gewöhnungsbedürftig, dient die neue Systematik der besseren Übersicht.

Aus einem einzigen Regelbuch sind zwei geworden. Die eigentlichen Golfregeln (Vollversion in DIN A5) umfassen alle Inhalte. Eine gekürzte Spieleredition der Golfregeln (im gewohnten Regelbuchformat) enthält nur das, was Sie als Spieler bei Ihrem Spiel üblicherweise wissen müssen. Der Deutsche Golf Verband (DGV) hat die Texte für den deutschsprachigen Raum ins Deutsche übersetzt.

 

Welches sind die wichtigsten Änderungen?

Als grundlegende Golfregel gilt weiterhin, dass der Ball so gespielt werden soll wie er liegt und der Platz so, wie er vorgefunden wird. Nach wie vor wird von Spielern Integrität und Handeln entsprechend des „Spirit of the Game“ erwartet, also:

  • Aufrichtig handeln (z.B. die Regeln befolgen, alle Strafen anwenden und generell ehrlich sein)
  • Rücksicht auf Andere nehmen (z.B. zügig spielen, auf Sicherheit anderer Personen achten und keine anderen Spieler stören)
  • Den Golfplatz schonen (z.B. Divots zurücklegen und festtreten, Sand im Bunker einebnen, Pitchmarken auf den Grüns ausbessern und den Golfplatz nicht unnötig beschädigen)

 

Umgewöhnen müssen wir uns unter anderem in folgenden Situationen:

  • „Penalty Areas“ ersetzen „Wasserhindernisse“ – Seen, Teiche, Gräben o.ä. sind, wie neuerdings auch anderes von der Spielleitung ggf. markiertes Gelände, entweder rote oder gelbe sogenannte „Penalty Areas“ (Ball spielen oder Erleichterung mit Strafschlag).
  • Droppen aus Kniehöhe – zum Droppen den Ball auf Kniehöhe halten und loslassen.
  • Flaggenstock darf beim Putten im Loch bleiben – es ist straflos, wenn der Ball beim Putten den Flaggenstock im Loch berührt.
  • Ballsuche maximal drei Minuten – statt der bisherigen fünf Minuten ist die erlaubte Zeit für die Ballsuche auf drei Minuten verringert (danach ist der Ball verloren).
  • Lose hinderliche Naturstoffe überall entfernen – auch im Bunker und in einer Penalty Area dürfen lose hinderliche Naturstoffe (z.B. Zweige oder Laub) straflos entfernt werden.
  • Ausrichtung ohne Hilfsmittel – es darf kein Gegenstand zum Ausrichten auf den Boden gelegt werden und es ist auch nicht mehr erlaubt, dass sich ein Caddie oder Mitspieler zur Ausrichtung in die Verlängerung der Spiellinie hinter den Spieler stellt.
  • Ball beim Suchen bewegt – Spieler zieht sich keine Strafe zu und Ball muss (möglichst an den genauen Ort) zurückgelegt werden.
  • Messen einer Schlägerlänge – dafür gilt die Länge des längsten Schlägers in der Tasche (mit Ausnahme des Putters).

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung der neuen Golfregeln und eine glückliche und erfolgreiche Spielsaison 2019!

Auf dem Grün gespielter Ball trifft den nicht bedienten Flaggenstock im Loch

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Nach Regel 17-3 zog sich der Spieler zwei Strafschläge zu, wenn sein auf dem Grün geputteter Ball den unbedienten Flaggenstock im Loch traf.

Neu 2019

Regel 13.2:

Es bleibt straflos, wenn ein auf dem Grün geputteter Ball den Flaggenstock im Loch trifft.

Spieler dürfen selbst entscheiden, ob sie vor dem Putten den Flaggenstock aus dem Loch nehmen oder ihn dort belassen wollen. Sie dürfen auch jemanden bitten, diesen für sie zu bedienen.

Warum?

Die Erlaubnis, straflos auch dann zu putten, wenn der Flaggenstock noch im Loch steckt, soll das zügige Spiel unterstützen:

Ist zum Beispiel ein Putt so lang, dass der Spieler den Flaggenstock benötigt, um das Loch sehen zu können, musste der Spieler nach den bisherigen Regeln darauf warten, dass jemand für ihn den Flaggenstock bediente.

Nach den neuen Regeln kann er auch ohne diese Hilfe spielen. Diese Änderung erlaubt außerdem das schnelle Einlochen von sehr kurzen Putts, ohne dass der Spieler zuvor den Flaggenstock aus dem Loch nehmen und danach zurückstecken muss.

https://www.youtube.com/watch?v=1snFHf-tMqk&index=14&list=PLDS5RsAqD-MbHyluBkit2OXb_0f7-Vag4&t=0s

Ball beim Schlag versehentlich mehrfach getroffen

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Wenn ein Spieler seinen Ball beim Schlag versehentlich mehrfach traf, zog er sich einen Strafschlag zu, der zusätzlich zu dem ausgeführten Schlag gezählt wurde. Dies galt unabhängig von der Anzahl der zusätzlichen Treffer des Balls. Der Ball wurde danach gespielt, wie er lag.

Neu 2019

Regel 10.1a:

Spieler berührt in seinem Schlag den Ball versehentlich mehrfach:

Dies ist straflos und der Ball wird gespielt, wie er liegt.

Schlägt der Spieler den sich bewegenden Ball absichtlich mehrfach, zieht er sich zusätzlich zu dem Schlag die Grundstrafe (zwei Strafschläge) nach Regel 11.3 für das absichtliche Ablenken des sich bewegenden Balls zu.

Warum?

Mehrfachberührungen bei einem Schlag sind von dem Spieler nicht beabsichtigt und die Strafe hierfür wurde als unfair und unnötig angesehen.

Auch bei versehentlicher Berührung des eigenen Körpers, Ausrüstung oder Caddies mit dem sich bewegenden Ball zieht der Spieler sich keine Strafe mehr zu. Maßgeblich für diese Entscheidung ist das Versehen.

Wenn ein Spieler seinen Ball mit einem Schlag mehrfach trifft, ist es in der Regel kein gut ausgeführter Schlag gewesen und der Ball nimmt nicht die vom Spieler beabsichtigte Flugbahn.

Das Ergebnis solcher Mehrfachberührungen ist nicht vorhersehbar und zufällig.

Durch die einheitliche Behandlung aller zufälligen Ablenkungen des Balls, unabhängig von der Ursache, werden die Regeln vereinfacht.

Ball unspielbar im Bunker

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Bei einem unspielbaren Ball im Bunker (Regel 28) durfte der Spieler:

den Ball nur innerhalb des Bunkers auf der rückwärtigen Verlängerung der Linie vom Loch zum Ball droppen (Regel 28b) oder innerhalb von zwei Schlägerlängen von der Lage des Balls (Regel 28c), oder

Erleichterung außerhalb des Bunkers mit einem Strafschlag von der Stelle des letzten Schlags (Regel 28a) nehmen. Wurde der letzte Schlag im Bunker gespielt, gab es keine Möglichkeit einer Erleichterung außerhalb des Bunkers.

Neu 2019

Der Spieler hat eine zusätzliche Möglichkeit, außerhalb des Bunkers Erleichterung in Anspruch zu nehmen. Mit zwei Strafschlägen darf er den Ball innerhalb einer Schlägerlänge von einem Punkt auf der rückwärtigen Verlängerung der Linie vom Loch zum Ball droppen (Regel 19.3b).

Warum?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Spieler seinen Ball im Bunker für unspielbar hält, zum Beispiel, wenn er nah an der Bunkerkante liegt.

Spieler haben häufig die Erleichterungsmöglichkeiten innerhalb des Bunkers (nach Regeln 28b oder c) genutzt, da es meistens zu zeitaufwändig gewesen wäre, zur Stelle des letzten Schlags zurückzugehen um dort mit Strafe und Distanzverlust nach Regel 28a zu verfahren.

Sobald der Spieler einen Schlag im Bunker ausgeführt hatte, den Ball aber nicht herausspielen konnte, hatte er keine Möglichkeit mehr, eine Erleichterung außerhalb des Bunkers zu nutzen. Besonders im hinteren Bereich des Bunkers bedeutete dies, dass der Spieler keine andere Stelle für Erleichterung mehr nutzen konnte.

Das Spiel aus einem Bunker ist für einige Spieler sehr schwierig, besonders dann, wenn der Bunker hohe Kanten hat.

Besonders problematisch ist dies im Zählspiel, da der Spieler das Loch in jedem Fall beenden muss und den Ball nach einer Reihe von Fehlschlägen im Bunker nicht einfach aufheben kann.

Die Möglichkeit, außerhalb des Bunkers Erleichterung zu nehmen, ermöglicht es ihm, das Spiel regelkonform fortzusetzen, statt disqualifiziert zu werden.

Ball im Erleichterungsbereich droppen und spielen

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Wenn ein Spieler Erleichterung in Anspruch genommen hat (mit oder ohne Strafschlag), musste der Spieler das Verfahren zum Droppen einhalten:

  • Der Spieler musste aufrecht stehen, den Ball mit ausgestrecktem Arm auf Schulterhöhe halten und fallenlassen; andernfalls musste der Ball erneut fallengelassen werden (Regel 20-2a).
  • Der Ball musste zunächst in einem bestimmten Bereich des Platzes auftreffen und durfte keine Person oder Ausrüstung treffen, bevor er zur Ruhe kam, andernfalls musste der Ball erneut fallengelassen werden (Regel 20-2b).
  • Der Ball musste dann von der Stelle gespielt werden, an der er zur Ruhe kam, es sei denn, dies war einer von neun bestimmten Bereichen (wie näher am Loch oder zwei Schlägerlängen von der Stelle entfernt, an der er auf den Platz aufgekommen war); in dem Fall musste er erneut gedroppt werden (Regel 20-2c).
  • Wenn der Ball auch beim zweiten Fallenlassen in einem dieser neun Bereiche zur Ruhe kam, musste der Ball an die Stelle gelegt werden, an der er beim zweiten Fallenlassen zum ersten Mal auf dem Boden aufgekommen ist.

Neu 2019

Spieler droppen ihren Ball weiterhin, wenn sie Erleichterung in Anspruch nehmen; das Verfahren zum Droppen wird jedoch, wie in Regel 14.3 beschrieben, verändert:

  • Das Droppen des Balls wird vereinfacht. Die einzige Anforderung ist, dass der Ball aus Kniehöhe fallengelassen werden muss, sodass er durch die Luft fällt und weder den Spieler noch Ausrüstung berührt, bevor er auf den Boden aufkommt.
  • Der Schwerpunkt des Verfahrens zum Droppen liegt in einem „Erleichterungsbereich“ von einer oder zwei Schlägerlängen, der durch die Regel, nach der die Erleichterung genommen wird, festgelegt wird.
  • Der Ball muss in dem Erleichterungsbereich gedroppt werden und dort zur Ruhe kommen. Er muss nicht mehr erneut gedroppt werden, wenn er versehentlich eine Person oder einen Gegenstand trifft, nachdem er auf den Boden aufgekommen ist und bevor er im Erleichterungsbereich zur Ruhe kommt.
  • Kommt der gedroppte Ball außerhalb des Erleichterungsbereichs zur Ruhe, muss er ein zweites Mal gedroppt werden. Wenn er auch beim zweiten Mal außerhalb des Erleichterungsbereichs zur Ruhe kommt, muss er an die Stelle gelegt werden, an der er beim zweiten Droppen zum ersten Mal auf den Boden aufgekommen ist.
  • Wenn der so hingelegte Ball auch beim zweiten Hinlegen nicht an der Stelle liegen bleibt, muss er an die nächstgelegene Stelle (nicht näher zum Loch) gelegt werden, an der er liegen bleibt.

 

 

Warum?

Durch das neue Verfahren wird die Höhe, aus der der Ball gedroppt wird, reduziert, sodass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er in dem Erleichterungsbereich zur Ruhe kommt.

Da der Ball weiterhin gedroppt und nicht hingelegt wird, bleibt der benötigte Zufall für die Balllage bestehen:

  • Der Spieler hat keine Garantie, dass der Ball an der gewünschten Stelle oder in einer guten Lage liegen bleibt.
  • Dies gilt besonders dann, wenn der Ball in schwierigen Lagen gedroppt wird, wie zum Beispiel im dichten Rough oder im langen Gras.

Durch das Droppen und Spielen des Balls aus dem Erleichterungsbereich ist es jetzt wahrscheinlicher, dass der Ball von einer Stelle nahe der ursprünglichen Lage gespielt wird.

Das Droppen aus Kniehöhe reduziert das Risiko, dass der Ball sich tief in den Bunkersand einbohrt.

Das neue Verfahren bedeutet eine übergreifende Einheitlichkeit der Erleichterungsverfahren, sodass es für Spieler leichter wird, sich zu merken, wo und wie der Ball gedroppt wird.

Unter den neuen Regeln wird der Ball in einem Erleichterungsbereich gedroppt, der mit einer oder zwei Schlägerlängen (nicht näher zum Loch) von der bestimmten Stelle aus gemessen wird.

Nach der neuen Regel müssen Spieler sich nur darüber bewusst sein, dass der Ball erneut gedroppt werden muss, wenn er außerhalb des Erleichterungsbereichs zur Ruhe kommt.

 

 

 

„Penalty Areas“ ersetzen „Wasserhindernisse“

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Regel 26-1 hatte Erleichterung mit Strafschlag erlaubt, wenn ein Ball im „Wasserhindernis“ (gelb markiert) oder „seitlichen Wasserhindernis“ (rot markiert) lag.

Diese Hindernisse waren beschränkt auf Gebiete, die Wasser enthalten oder zumindest enthalten könnten. Gebiete, die nicht wenigstens vorübergehend Wasser enthielten, durften nicht als Wasserhindernis markiert werden, selbst wenn sie im Spiel eine ähnliche Behinderung darstellten. Bei der Kennzeichnung waren Wasserhindernisse die Norm.

Seitliche Wasserhindernisse sollten nur dann markiert werden, wenn es undurchführbar war, einen Ball nach Regel 26-1b dahinter zu droppen.

Neu 2019

In den neuen Regeln werden die früheren „Wasserhindernisse“ zu „Penalty Areas“. Regel 17 enthält im Wesentlichen dieselben Erleichterungsmöglichkeiten, wie sie unter den früheren Regeln erlaubt waren:

Eine Penalty Area enthält sowohl alle früheren „Wasserhindernisse“ und „seitlichen Wasserhindernisse“ als auch jedes andere von der Spielleitung als Penalty Area bezeichnete Gebiet.

Auch andere Geländearten dürfen als „Penalty Areas“ markiert werden, wie zum Beispiel unwegsame Brachflächen, dichtes Gebüsch, Wald etc.

Die beiden verschiedenen Arten von Penalty Areas lassen sich durch ihre Farbe unterscheiden: rote Penalty Areas (früher „seitliche Wasserhindernisse“) und gelbe Penalty Areas (früher „Wasserhindernisse“). Die Spielleitung darf nach Ermessen alle Penalty Areas rot markieren, sodass die seitliche Erleichterung immer erlaubt ist.

Der Begriff „Hindernis“ ist nicht mehr Bestandteil der Regeln.

Warum?

Die Möglichkeit, Erleichterung auf der rückwärtigen Verlängerung der Linie hinter dem Wasserhindernis in Anspruch zu nehmen (früher Regel 26-1b) oder innerhalb von zwei Schlägerlängen von der Stelle, an der der Ball die Grenze des Wasserhindernisses überquert hat, ist bedeutend für die Spielgeschwindigkeit. Meistens kann der Spieler bei dieser Erleichterung von einer Stelle in der Nähe des Hindernisses spielen, anstatt zur Stelle des letzten Schlags zurückgehen zu müssen.

Die Einschränkung solcher Erleichterungsmöglichkeiten auf Gebiete, die Wasser enthalten, erscheint inzwischen unbegründet.

Durch Ausweitung der Markierung als „Penalty Areas“ erhalten Spielleitungen die Möglichkeit, Spielern auch für andere Bereiche entsprechende Erleichterungen zu ermöglichen, zum Beispiel wenn die Ballsuche und die Fortsetzung des Spiels aus diesen Bereichen ebenso schwierig oder unmöglich wäre wie aus einem Wasserhindernis.

 

Lose hinderliche Naturstoffe oder Boden in Penalty Area berühren

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Wenn der Ball eines Spielers im Wasserhindernis lag, besagte Regel 13-4, dass der Spieler nicht

  • die Beschaffenheit des Hindernisses prüfen durfte,
  • den Boden oder das Wasser im Hindernis mit der Hand oder einem Schläger berühren durfte,
  • einen losen hinderlichen Naturstoff im Wasserhindernis berühren oder bewegen durfte.

 

Neu 2019

 

Nach Regel 17:

  • Gibt es keine besonderen Einschränkungen mehr, wenn ein Ball in einer Penalty Area liegt.
  • Darf ein Spieler einen losen hinderlichen Naturstoff und den Boden in der Penalty Area mit der Hand oder dem Schläger aus jedem Grund berühren, wie zum Beispiel beim Aufsetzen des Schlägers direkt hinter dem Ball (verboten bleibt es nach Regel 8.1a lediglich, die Bedingungen zu verbessern, die den Schlag beeinflussen).

 

Warum?

 

  • Ein generelles Verbot, lose hinderliche Naturstoffe oder den Boden in einem Wasserhindernis zu berühren, konnte in der Praxis häufig nicht umgesetzt werden und so wurde eine Reihe von Ausnahmen erlaubt.
  • Gerade die Ausnahmen führten zu Verwirrung und Komplikationen bei der Anwendung der Regeln, wie zum Beispiel die Feststellung, ob ein Spieler den Boden getestet hat oder sich nur abstützen musste.
  • Die Gleichbehandlung in dieser Hinsicht von Penalty Areas und Gelände vereinfacht die Regeln, reduziert Verwirrung und vermeidet unnötige Strafen.
  • Die Abschaffung dieser Einschränkungen entspricht dem Zweck der Penalty Area. Der Spieler soll nicht unbedingt einer größeren Herausforderung gegenüberstehen, sondern praktische Hilfe durch die Erleichterungsmöglichkeiten erhalten, da es häufig schwierig oder unmöglich ist, einen Ball aus der Penalty Area heraus zu spielen (zum Beispiel, wenn der Ball unter Wasser liegt).

 

Regelvideo

https://www.youtube.com/watch?v=XSG9-lxUdmo&list=PLDS5RsAqD-MbHyluBkit2OXb_0f7-Vag4&index=18

Erleichterung für eingebetteten Ball

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In bestimmten Situationen war es einem Spieler erlaubt, Erleichterung in Anspruch zu nehmen, wenn sein Ball in seinem eigenen Einschlagloch eingebettet war:

  • Regel 25-2 erlaubte Erleichterung nur dann, wenn ein Ball auf einer kurzgemähten Fläche im Gelände (d. h. in einem Bereich, der auf Fairwayhöhe oder kürzer gemäht war) eingebettet war.
  • Die Spielleitung hatte die Möglichkeit, eine Platzregel zu erlassen, mit der die Erleichterung für einen eingebetteten Ball auch für andere Bereiche des Geländes gewährt wurde, innerhalb und außerhalb der kurzgemähten Flächen (mit Ausnahme eines in Sand eingebetteten Balls).
  • Um Erleichterung in Anspruch zu nehmen, musste der Spieler den ursprünglichen Ball so nah wie möglich an der Stelle droppen, an der er eingebettet war, jedoch nicht näher zum Loch.

Neu 2019

 

Die bisherige Regelung wird umgekehrt:

  • Regel 16.3 erlaubt Erleichterung für einen eingebetteten Ball irgendwo im Gelände, mit Ausnahme bei einem in Sand eingebetteten Ball.
  • Um Erleichterung zu nehmen, darf der Spieler den ursprünglichen Ball oder einen neu eingesetzten Ball innerhalb von einer Schlägerlänge (aber nicht näher zum Loch) direkt hinter der Stelle, an der der Ball eingebettet war, droppen.

 

Warum?

 

  • Da es nicht als normale Herausforderung des Spiels angesehen werden kann, einen im nassen, weichen Boden steckenden Ball zu spielen, ist diese Erleichterung eine angemessene Ausnahme des Prinzips, den Ball zu spielen, wie er liegt.
  • Die Erleichterung im gesamten Gelände zu erlauben, bedeutet eine Einheitlichkeit mit anderen Erleichterungsregeln, in denen nicht nach der Höhe des Rasens im Gelände unterschieden wird.
  • Da der Bezugspunkt für die Erleichterung der Punkt hinter der Stelle ist, an der der Ball eingebettet liegt, wird die Frage vermieden, wie verfahren werden muss, wenn der Ball erneut in dem Einschlagsloch zur Ruhe kommt, in dem er zuvor gelegen hatte.

Die Erlaubnis, den Ball innerhalb von einer Schlägerlänge zu droppen, bedeutet Einheitlichkeit mit straflosen Erleichterungen anderer Regeln.